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Martin Heidegger

Erzählvideo · Das Sein zum Tode

Wir fragen, was die Dinge sind. Nie, dass sie sind.

Wir kennen tausend Dinge und haben das Eine vergessen: dass sie überhaupt sind. Martin Heidegger nennt das die Seinsvergessenheit. Die ganze abendländische Philosophie, sagt er, habe seit der Antike nur das Seiende untersucht, die Sachen, die Gegenstände, und dabei die eigentliche Frage übergangen: den Sinn von Sein selbst. Der Mensch ist für ihn das Dasein, jenes Wesen, dem es in seinem Sein um dieses Sein geht. Wir sind nie isolierte Subjekte vor einer Welt aus Objekten, sondern immer schon verstrickt, immer schon in der Welt. Und ganz werden wir erst, wenn wir das vorlaufend annehmen, was uns am eigensten ist: unsere Endlichkeit, das Sein zum Tode. Heidegger sucht die verlorene Tiefe in der Sprache: Die Sprache ist das Haus des Seins, schreibt er im Brief über den Humanismus. Vielleicht beginnt Denken erst dort, wo wir staunen, dass etwas ist und nicht nichts.

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🔊 Erzählvideo

KI-Erzählstimme, kein Originalton — ein Porträt im Geiste des Denkers.

  1. 1

    Die Seinsfrage

    Nicht das Seiende (die Dinge), sondern der Sinn von Sein selbst ist die eigentliche Frage der Philosophie.

  2. 2

    Ontologische Differenz

    der grundlegende Unterschied zwischen dem Sein und dem Seienden.

  3. 3

    Seinsvergessenheit

    Die abendländische Metaphysik hat das Sein vergessen und nur das Seiende untersucht.

Nachklang

Was bleibt, ist eine Frage, kein Schlusspunkt — und ein Satz, der nachklingt: „Die Sprache ist das Haus des Seins.“ (Brief über den Humanismus (1947)).

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